Unsere Konzeption

Der Träger

konzeptDie Villa Kunterbunt ist eine gemeinnützige Elterninitiative. Gegründet wurde der Verein im Jahr 1993. 5 Personen aus der Mitgliedschaft der Elterninitiative bilden den ehrenamtlichen Vorstand. 5 Elternteile bilden den Elternbeirat. Der Rat der Einrichtung setzt sich aus 3 gleichen Teilen (Vorstand, Elternbeirat und pädagogisches Team) zusammen. (Satzung des Vereins)

 

 

Die Kindertagesstätte

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Lageplan

Die Einrichtung liegt in einem ruhigen, parkähnlichen Wohngebiet in den Räumlichkeiten einer ehemaligen Schule (Baujahr 1954).

Organisation 

115 Kinder im Alter von 0,4 – Schulbeginn besuchen in sechs altershomogenen Gruppen die Kindertagesstätte.

4 Gruppen der Gruppenform I.

1 Gruppe der Gruppenform II.

1 Gruppe der Gruppenform III.

Öffnungszeiten: Mo – Do 7.30 – 17.00 Uhr, Fr 7.30 – 14.30 Uhr

Leitbild

… Jeder Mensch hat ein Recht auf Förderung seiner Entwicklung und auf Erziehung zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit. …(

§ 1Abs. 1 SGB VIII)

Kinder brauchen Wurzeln und Flügel

Kinder bringen vielfältige Fähigkeiten als Anlage mit. Um diese Anlagen optimal entwickeln und fördern zu können, braucht das Kind „Wurzeln“ in Form von verlässlichen und sicheren Beziehungen. Es soll sich wohl fühlen, um sich auszuprobieren und sich zeigen zu können. Es soll seine Fähigkeiten entdecken, erforschen und ausbauen.

Dafür braucht es den Erzieher/die Erzieherinnen als Bezugsperson, die Interesse für das aufbringen, was das Kind bewegt. Der Erzieher/die Erzieherin ist Beobachter, Begleiter und Helfer und tritt in Interaktion mit dem Kind.

Vertraute Räume und Gegenstände bilden einen sicheren Rahmen und werden durch Orientierung gebende Regelungen und Rituale ergänzt. Werte ermöglichen, sich in einer Gemeinschaft von vielen Individuen wohl zu fühlen und sich zu entfalten. Wiederkehrende Zeit- und Arbeitsstrukturen geben dem Kind das Gefühl sich auszukennen und es lernt Abläufe einzuschätzen.

Vor diesem Hintergrund braucht das Kind auch außergewöhnliche Erlebnisse die es „beflügeln“. Waghalsige Unternehmungen bei denen es Stolz und Glück erleben kann, Herausforderungen und Anforderungen, die helfen, über sich selbst hinaus zu wachsen. Besondere Höhepunkte und Feste, die in Erinnerung bleiben.

Aber auch Krisen, Konflikte, Alleinsein und Langeweile sind wichtige Erfahrungen, deren Überwindung für das Wachstum und die Lebensbewältigung wichtig sind. Wir wollen Kinder darin unterstützen ihr Leben selbst-(tätig) zu meistern.

„Komm, ich helfe dir es selbst zu tun!“

 

(Maria Montessori)

Gruppen, Raumnutzung und pädagogische Ziele

Die Gruppen und Räume unserer Kindertagesstätte sind auf das Alter und den entsprechenden Entwicklungsstand der Kinder ausgerichtet:


DIE ZWERGE (Kinder im Alter von 0,4 –2 Jahren)

Räume & Details:

  • Großzügiges Bewegungsangebot, wie Schaumstoffbauelemente, Nischen, Höhlen, und Parcours.
  • Großer Gemeinschafts-Esstisch
  • Altersgerechte Konstruktionsmaterialien für Krippenkinder
  • Altersgerechte Bilderbücher
  • Großer Wickel- und Waschbereich
  • Eigenes Außengelände
  • 10 Kinder

Erstes pädagogisches Ziel in der Krippengruppe ist der Aufbau einer positiven Bindung zu der Erzieherin und zu der Gruppe, um Vertrauen und Sicherheit in der neuen Gemeinschaft zu erlangen. Unsere Methode ist dabei das bekannte und bewährte „Berliner Eingewöhnungsmodell“ – es besteht aus 3 Phasen:

Grundphase
Die Eltern begleiten das Kind die ganze Zeit.
In den ein oder zwei Stunden des täglichen Aufenthaltes sind die Eltern eher passiv, akzeptieren jedoch die Kontaktversuche ihres Kindes. Die Erzieherin nimmt über Spielangebote Kontakt zum Kind auf.

Stabilisierungsphahe am 4. Tag
Erster kurzer Trennungsversuch kann unternommen werden.
Die Erzieherin übernimmt zunehmend die Versorgung des Kindes.
Unter der Berücksichtigung der kindlichen Reaktion vergrößert sich der täglich Zeitraum ohne die Mutter. Kann die Erzieherin das Kind in Elternabwesenheit nicht beruhigen, sollte mit dem nächsten Trennungsversuch bis zur zweiten Woche gewartet werden.

Schlussphase
Die Eltern sind nicht mehr anwesend, aber jederzeit erreichbar.
Die Eingewöhnung gilt als abgeschlossen, wenn das Kind die Erzieherin als sichere Basis akzeptiert und sich trösten lässt.


 


DIE WICHTEL UND DIE BÄREN (Kinder im Alter von 2 – 3 Jahren)

Räume & Details:

Wenig Tische und Stühle
Hochebene
Altersgerechte Spiel- und Gestaltungsangebote
Altersgerechte Materialien zum Spracherwerb
Gemeinsames Frühstück
Zwei Wickelbereiche
Tanz- und Bewegungsangebote
Musik und Rhythmik
Schlaf- und Ruheräume
Nischen und Höhlen
Platz für Bewegung und Stille
Ca. 15 Kinder


DIE KATZEN (Kinder im Alter von 3 bis ca. 4 Jahren)

Räume & Details:

Kreativraum
Täglicher Stuhlkreis
Gemeinsames Frühstück
Hochebene
Rollenspielbereich
Altersgerechte Spiel- und Gestaltungsangebote
Altersgerechte Bücher und Geschichten
Tanz- und Bewegungsangebote
Musik und Rhythmik
Projekte
Bis 25 Kinder


DIE FÜCHSE (Kinder im Alter von ca. 4 bis 5 Jahren)

Räume & Details:

Kreativraum
Täglicher Stuhlkreis
Freies Frühstück
Rollenspielbereich
Altersgerechte Spiel- und Gestaltungsangebote
Altersgerechte Bücher und Geschichten
Tanz- und Bewegungsangebote
Musik und Rhythmik
Projekte
Bis 25 Kinder


DIE RIESEN (Vorschulgruppe)

Räume & Details:

Morgen- und Mittagskreis
Freies Frühstück
Großer Kreativraum und Werkstatt
Mehr Tische und Stühle
Rollenspielbereich
Projekte
Partizipation
Altersgerechte Spiel- und Gestaltungsangebote
Altersgerechte Lern- und Förderangebote
Altersgerechte Konstruktionsspiele                                                 Besuch der Grundschule                                                              Schuki-Aktionen:                                                                                  – Besuche (z.B. Museen, Feuerwehr, Polizei u.a.)                                      – Schuki-Tag
Ca. 25 Kinder

 


Altershomogene Gruppen

Die Altersmischung in den Gruppen unserer Einrichtung umfasst ein bis zwei Jahrgänge. Je nach Alter der Kinder sind die Gruppen mit unterschiedlichen Möbel, Spielsachen und Spielmaterialien ausgestattet. So wird eine Übermöblierung und Überfüllung der Gruppenräume vermieden, die Kinder leben und spielen nicht in einer reizüberfluteten Umgebung.

Die Gruppen sind leerer, so finden die Kinder eigenständiger altersspezifische Spielsachen und Fördermaterialien. Ausstattung und Materialauswahl entsprechen genau den Bedürfnissen und Interessen der jeweiligen Altersgruppe.

Die Gruppengröße wächst mit dem Alter der Kinder. Je kleiner die Kinder sind, desto kleiner ist auch ihre Gruppe. Kleinkinder haben einen höheren Pflege- und Betreuungsbedarf. Durch die altershomogenen Gruppen wird sichergestellt, dass die kleineren Kinder mehr Ruhe und überschaubarere Räume haben.

Die älteren Kinder hingegen genießen in ihren Gruppen ebenfalls eine herausgehobene Position. Mit zunehmendem Alter wächst auch die Fähigkeit der eigenen Gestaltung des Gruppenlebens. Konflikte unter Gleichaltrigen, können meist durch Beobachten, Experimentieren und Diskutieren von den Kindern selbst gelöst werden.

In Jahrgangsgruppen können Kinder besser durch von den Fachkräften angeleitete Aktivitäten und Bildungsangebote gefördert werden, da sie sich im Gegensatz zu Kindern in altersgemischten Gruppen auf einem vergleichbaren Entwicklungsstand befinden.

Älteren Kindern wird mehr Raum für die Selbstbildung und das ko-konstruktive Lernen in kleinen Team- oder Projektgruppen gelassen, da sie schon mehr Verantwortung für das eigene Lernen übernehmen können und sich stärker wechselseitig stimulieren. Sie verfügen auch über mehr lernmethodische Kompetenz, wissen also, wie man lernt.


„Lernen lernen!“

In der altershomogenen Gruppe der Vorschulkinder befinden sich Kinder und Eltern in derselben Situation: Der Übergang vom Kindergarten zur Grundschule steht bevor. Fachkräfte können Kinder optimal auf die Schule und die damit verbundenen Aufgaben und Fragen vorbereiten. Z.B. Bildungsangebote über einen Zeitraum von 30 oder 45 Minuten anbieten, um das System der Unterrichtsstunden zu üben.

Den Kindern ist das Zusammensein mit Gleichaltrigen in Bezug auf Konzentrationsfähigkeit, Konkurrenz und Konfliktfähigkeit vertraut. Die Fachkräfte sind Begleiter der Kinder und weniger dafür verantwortlich darauf zu achten, ob die Jüngeren den Älteren etwas kaputt machen oder die Jüngeren an gefährliche Gegenstände gelangen können.


Gruppenübergreifende Angebote & Tagesabläufe

Trotz unseres pädagogischen Grundkonzeptes der altershomogenen Gruppen ist uns die Altersmischung für die Kinder sehr wichtig.

Der Tagesablauf bietet viele Möglichkeiten der Altersmischung. Im Früh- und Spätdienst sind nicht alle Gruppen geöffnet. Die Kinder kommen oft in einer anderen Gruppe, als ihrer Stammgruppe an und beginnen dort ihren Kindergartentag. Dann kommt es auch vor, dass sie den restlichen Tag in der anderen Gruppe mit ihren Spielkammeraden verbringen.

Auch das Turn-, Tanz- und Musikangebot ist gruppenübergreifend. Unter Aktionsräume verstehen wir Räume, in denen Kinder sich bewegen und dort ihren Aufenthalt aktiv gestalten können:

  • Turnhalle mit Kletterwänden, Matten, Bällen, Seilen und anderen diversen Turnhallenmaterialien
  • Rhythmik- und Musikraum
  • Werk- und einen Kreativraum
  • Flure mit Konstruktionsmaterialien
  • Rollenspielräume zum Verkleiden

Gemeinsam mit der Erzieherin entscheiden die Kinder wer und wie viele Kinder in den Aktionsräumen spielen. Um 11.00 Uhr treffen sich alle Kinder wieder in ihrer Stammgruppe.

Entsprechen der Altersstruktur der Kinder gestaltet jede Gruppe ihren eigenen „Stuhlkreis“, mit Liedern, Geschichten, Reimen und Kreisspielen. Bis zum Mittagessen spielen alle Kinder wieder gemeinsam draußen.

Wir gehen mit den Kindern so viel wie möglich nach draußen, nicht nur bei „schönem Wetter“. Die Natur zu erfahren fördert die Bewegungs-, Wahrnehmungs- und Lernentwicklung. Frühling, Sommer, Herbst und Winter sollen die Kinder nicht nur theoretisch aus Büchern und durch Spiel- und Bastelangebote kennenlernen, sondern mit allen Sinnen erfahren.


Ernährung/Gesundheit

Eine ausgewogene und bedarfsgerechte Ernährung ist ausschlaggebend für Entwicklung, Gesundheit und Leistungsfähigkeit der Kinder. Die Ernährungspyramide stellt einen guten und einfachen Wegweiser dar, was und wie viel Kinder essen sollten.

Essenspyramide

EssenspyramideCopyright: aid , Idee: S. Mannhardt

In unserer Kindertagesstätte wird frisch gekocht!

Unser Koch kocht täglich gesund und abwechslungsreich. Dabei halten wir uns an die Richtlinien des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz „Essen und Trinken in Tageseinrichtungen für Kinder“. (Siehe auch: www.fitkid-aktion.de)

Wir achten darauf, dass die Kinder in ruhigen Kleingruppen essen können, den Umgang mit Besteck lernen und Tischregeln als positive Erfahrung erleben. Zähneputzen, der Mittagsschlaf oder eine Ruhepause gehören ebenfalls zum gesundheitlichen Wohlbefinden der Kinder.

Personelle Besetzung

Siehe Team.

Bildung und Förderung

… Der Förderauftrag umfasst Erziehung, Bildung und Betreuung des Kindes …

§22 Abs.3 SGB VIII

Mehr unter: „Bildungsvereinbarung NRW „Erfolgreich starten!“

Integration/Inklusion

Kinder im Elementarbereich sind meist frei von Vorurteilen. Sie nehmen Dinge so wahr, wie sie sind. Dies gilt für Kinder mit Behinderungen, als auch für kulturfremde Kinder.

Uns ist es wichtig, sich gegenseitig kennenzulernen und Fragen zu stellen.

Es werden nicht die Schwächen einzelner Kinder herausgestellt, sondern das „Besondere“ hervorgehoben. Die Kinder werden nach ihren individuellen Bedürfnissen gefördert. Egal ob Sprachbarrieren oder Behinderungen, die Kinder lernen sich gegenseitig zu helfen und voneinander zu lernen.

Im Kindergarten funktioniert Integration nahezu automatisch. Spielerisch lernen die Kinder Fähigkeiten, wie Sprachgebrauch und Motorik. Unsere Kindertagesstätte ist barrierefrei. In einzelnen Fällen ist der Wechsel in einen integrativen Kindergarten sinnvoll.

Sprachförderung

Die Sprache ist unser wichtigstes und wertvollstes Werkzeug im Umgang mit anderen Menschen. Wachsen Kinder in einem Umfeld auf, das die wesentlichen Voraussetzungen mit sich bringt, lernen Kinder ganz spielerisch die Sprache. Grundstrukturen der Sprachentwicklung:

  • bis zum 12. Monat: erstes Sprachverständnis
  • bis zum 18. Monat: Einwortphase
  • bis zum 2. Lebensjahr: Zweiwortphase
  • bis zum 3. Lebensjahr: Mehrwortsätze, Fragealter
  • ab dem 3. Lebensjahr 100 bis 1000 Wörter, Sätze und Nebensätze
  • ab dem 5. Lebensjahr sollen die grundlegenden Strukturen des Spracherwerbs abgeschlossen sein.

Spracherziehung ist allgegenwärtig. Sie beginnt mit der morgendlichen Begrüßung und entwickelt sich weiter in der Interaktion im Kindergartenalltag bis hin zur Verabschiedung. Wir als Erzieher und die Eltern sind dabei Vorbilder.

Es bedarf für uns eine hohe Aufmerksamkeit, stets die ersten Spracherwerbsschritte inaktiv mit Gestik, Mimik und Stimme zu begleiten. Für unsere pädagogische Arbeit heißt das, den Kindern Raum zur Sprache zu geben. Dies geschieht in nahezu allen Situationen des Kindergartenalltags, beim Wickeln, Essen, im Freispiel usw.

Eine wertschätzende Haltung und aktivem Zuhören motiviert das Kind, sprachlich zu experimentieren und zu lernen seine Gefühle und Bedürfnisse besser auszudrücken. Überprüfung der Sprachentwicklung:

– Meilensteine der kindlichen Sprachentwicklung (Testverfahren)
– Logopädische Begleitung im Kindergartenalltag

Eine Logopädin begleitet unsere Arbeit einmal wöchentlich. Sie berät die Mitarbeiterinnen beim Umgang mit sprachauffälligen Kindern und gibt Impulse zur Sprachentwicklung. Spielerisch entdecken die Kinder in Kleingruppen die Sprachwelt. Sie lernen und üben das richtige Aussprechen von Silben und Lauten. Für Einzel- und Kleingruppenförderung steht uns ein zusätzlicher „Sprachförderraum“ zur Verfügung.

Dokumentation

… Die Entwicklung des Kindes soll beobachtet und regelmäßig dokumentiert werden. …

§ 13 Abs. 6 KiBiz

Portfolio

Jedes Kind bekommt einen eigenen Ordner. Dort sammelt das Kind vom Eintritt in den Kindergarten bis zum Schulbeginn Eindrücke und Arbeiten, welche die Entwicklungs- und Lernschritte des Kindes dokumentieren. Der Ordner besteht aus drei Kapiteln:

  • „Das bin Ich“
  • „Meine Kindergartenzeit“
  • „Meine Familie“

Das Kapitel „Meine Familie“ können Eltern gemeinsam mit dem Kind mitgestalten. Das Kind kann immer nachvollziehen, was es kann und was es schon gelernt hat. Das „Kindergarten Buch“ (Portfolio) gehört den Kind. Die Ordner sind für die Kinder immer zugänglich und das Kind bestimmt, wem es sein Buch zeigen möchte.

  • Entwicklungsberichte werden von den Gruppenleitern erstellt und dienen als Grundlage für die Elterngespräche.
  • Beobachtungsprotokolle werden von den Erzieherinnen erstellt und dienen als Grundlage für Elterngespräche und für Fallbesprechungen

Zusammenarbeit mit den Eltern

Die Elternmitbestimmung ist im § 9 KiBiz geregelt. Ziel ist eine partnerschaftliche und vertrauensvolle Zusammenarbeit von Eltern und Personal, um eine individuelle Persönlichkeitsentwicklung für das Kind zu fördern. Gremien zur Umsetzung der Elternmitbestimmung sind die Elternversammlung (MV), der Elternbeirat und der Rat der Kindertageseinrichtung. Mitwirkungsformen für Eltern sind:

  • Eingewöhnung (Berliner Eingewöhnungsmodell)
  • Hospitation
  • Regelmäßige Elterngespräche
  • Formen der Zusammenarbeit, Information, Beteiligung und Beratung
  • Elternbefragung

Partizipation

… Kinder und Jugendliche sind entsprechend ihrem Entwicklungsstand an allen sie betreffenden Entscheidungen der öffentlichen Jugendhilfe zu beteiligen …

§ 8 des SGB VIII

Partizipation bezeichnet grundsätzlich verschiedene Formen von Beteiligung, Teilhabe bzw. Mitbestimmung. Partizipation in Kindertageseinrichtungen ist die ernst gemeinte, altersgemäße Beteiligung der Kinder am Einrichtungsleben im Rahmen ihrer Erziehung und Bildung.

Grundvoraussetzung für eine gelingende Partizipation ist eine positive Grundhaltung der Erzieherinnen. Die Kinder müssen als Gesprächspartner wahr- und ernst genommen werden, ohne dass die Grenzen zwischen Erwachsenen und Kindern verwischt werden.
Quelle: „Kindergarten heute“

10 Forderungen eines Kindes an seine Eltern und Erzieher/Erzieherinnen

1. Verwöhne mich nicht!
Ich weiß genau, dass ich nicht alles bekomme – ich will dich nur auf die Probe stellen.

2. Sei nicht ängstlich, im Umgang mit mir standhaft zu bleiben!
Mir ist Haltung wichtig, weil ich mich dann sicher fühle.

3. Weise mich nicht im Beisein anderer zurecht, wenn es sich vermeiden lässt!
Ich werde deinen Worten mehr Bedeutung schenken, wenn du zu mir leise und unter vier Augen sprichst.

4. Sei nicht fassungslos, wenn ich zu dir sage: “Ich hasse dich!“
Ich hasse dich nicht, sondern deine Macht, meine Pläne zu durchkreuzen.

5. Bewahre mich nicht immer vor den Folgen meines Tuns!
Ich muss auch peinliche und schmerzhafte Erfahrungen machen, um innerlich zu reifen.

6. Meckere nicht ständig!
Ansonsten schütze ich mich dadurch, dass ich mich taub stelle.

7. Sei nicht inkonsequent!
Das macht mich unsicher und ich verliere mein Vertrauen zu dir.

8. Lache nicht über meine Ängste!
Sie sind erschreckend echt, aber du kannst mir helfen, wenn du versuchst, mich ernst zu nehmen.

9. Denke nicht, dass es unter deiner Würde ist, dich bei mir zu entschuldigen!
Ehrliche Entschuldigungen erwecken bei mir ein Gefühl von Zuneigung und Verständnis.

10. Versuche nicht, so zu tun, als seist du perfekt oder unfehlbar!
Der Schock ist groß, wenn ich herausfinde, dass es doch nicht so ist.

Quelle: Lucia Feider

Qualitätssicherung

… Die Träger der öffentlichen Jugendhilfe sollen die Qualität der Förderung in ihren Einrichtungen durch geeignete Maßnahmen sichergestellt und weiterentwickelt werden. …

§ 22 a Abs. 1 SGbVIII
siehe auch § 11 Abs. 2 KiBiz

Überprüfung der pädagogischen Inhalte:

  • Supervision
  • Klein- und Großteambesprechungen
  • Fallbesprechungen
  • Austausch mit Fachkräften, wie Therapeuten, Logopäden, Ergotherapeuten
  • Konzeptionstage
  • Weiterbildungen

Vernetzung

Seit 2010 ist unsere Einrichtung Familienzentrum für Bad Honnef und Umgebung.
Neben der Betreuung und Bildung für Kinder im Elementarbereich, bietet wir als Familienzentrum Beratung und Unterstützung zur Förderung und Stärkung der Erziehungskompetenz von Eltern an.

Das Familienzentrum sieht sich als Netzwerk verschiedener Anbieter der Jugendhilfe und Beratungsstellen, sowie von Fachleuten und Ärzten. Ratsuchenden stehen wir mit Beratung, Information und Hilfe in allen Lebenslagen zur Seite. Unsere Kooperationspartner sind:

  • Perspektiven für das Leben e.V.
  • Erziehungsberatungsstelle Königswinter
  • Jugendamt der Stadt Bad Honnef und Königswinter
  • Lebens- und Erziehungsberatung Pro-Praxis-Rotfeld

Weitere Kontakte:

  • Grundschulen der Stadt Bad Honnef
  • Kindertagesstätten
  • Kinderärzten
  • Logopäden
  • Ergotherapeuten
  • Tagesmutterpflege
  • Baby-Sitter
  • Vereinen